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Stored Procedures aufrufen |
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01.11.2009 Stored Procedures aufrufen
Der größte Zeitverlust bei Datenbank-Zugriffen entsteht durch den Verbindungsaufbau zur Datenbank sowie durch die Übertragung selbst. Bei mehrfach hintereinander folgenden Datenbank-Zugriffen lässt sich die Zugriffszeit mit Hilfe von Transaktionen oft schon beträchtlich reduzieren. Für besonders zahlreiche und komplexe Datenbank-Operationen bietet sich jedoch der Einsatz von Stored Procedures (gespeicherte Prozeduren) an.
Bei Stored Procedures handelt es sich um Skripte, die direkt in der Datenbank abgespeichert und ausgeführt werden. Die Prozedur wird dabei wie eine Funktion aufgerufen und kann neben der Ergebnismenge auch bestimmte Rückgabewerte zurückliefern. XDEV 2 bietet Ihnen dazu die Anweisung XDEV StoredProcedure. Stored Procedures können nicht nur Datenbankabfragen, sondern zudem auch Programmlogik enthalten, u.A. Variablen, Schleifen und If-Anweisungen. Dadurch sind Stored Procedures ähnlich leistungsfähig wie eine Skriptsprache, sodass sich die Datenbank-Logik weitgehend oder sogar vollständig in die Datenbank auslagern lässt. Durch die Kapselung von Benutzeroberfläche, Datenbank-Logik und Daten entsteht eine sog. mehrschichtige Architektur, die besonders bei sehr großen Software-Projekten bevorzugt wird.
Mittlerweile ermöglichen die meisten Datenbanken den Einsatz von Stored Procedures. Allerdings gibt es keine standardisierte Skriptsprache für Stored Procedures, sodass jeder Datenbank-Hersteller seine eigene Skriptsprache und Entwicklungsumgebung dafür anbietet. Die Unterschiede sind teilweise so groß, dass Sie bei einem Datenbank-Wechsel einen Großteil der Datenbank-Logik umschreiben müssen. Dennoch sind die Vorteile einer mehrschichtigen Architektur zumindest bei großen Anwendungen als so bedeutend einzuschätzen, dass dafür bewusst auf eine Datenbank-unabhängigkeit verzichtet wird.
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Basiswissen: Relationale Datenbanken, Variablen, Funktionen, Stored Procedures Programmierung.
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