Java Applikation erzeugen

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01.11.2009

Java Applikation erzeugen

 

Eine Applikation wird direkt auf dem Anwender-Rechner installiert, i.d.R. über die Startleiste oder über ein Programm-Icon auf dem Desktop gestartet und läuft anschließend in einem eigenen Programmfenster ab. Die Applikation ist die klassische Form eines Computerprogramms. Ist die Applikation Teil einer Client-Server-Architektur, bezeichnet man diese auch als Fat- oder Rich-Client (moderne Form des Fat-Clients mit mehr Möglichkeiten), weil die Verarbeitung der Daten auf dem Client vollzogen wird.

 

Der Nachteil einer Desktop-Applikationen ist neben der Verfügbarkeit der z.T. erhebliche Wartungsaufwand – vor allem in größeren Unternehmen. Um eine Applikation ausführen zu können, muss diese vorher installiert werden. Dies ist jedoch nicht überall möglich oder erlaubt (Firmen-Netzwerk, Internet-Cafe) und kostet zudem Zeit, sodass der Zugriff auf eine Applikation nicht wie bei einer Web-Anwendung von überall aus möglich ist. Dazu müssen Updates i.d.R. manuell aufgespielt und dafür ggf. sogar Datenträger versenden werden. Moderne Desktop-Anwendungen sollten daher eine Auto-Update-Funktion oder zumindest eine Methode zur Update-Erkennung bieten, die dem Anwender stets über aktuell verfügbare Updates informiert.

 

Dagegen bietet die Applikation natürlich immer noch unschlagbare Vorteile. So z.B. startet die Applikation vergleichsweise sehr schnell und der Zugriff auf das lokale Dateisystem ist i.d.R. ebenso schnell wie unproblematisch. Viel wichtiger ist jedoch die nahezu hundertprozentig sichere Verfügbarkeit, was sowohl die Anwendung, als auch die Anwendungsdaten betrifft. Und der Anwender kann selbst entscheiden, ob er ein verfügbares Update nutzen oder lieber mit einer älteren, aber ihm vertrauten oder stabileren Version arbeiten möchte. Desktop-Anwendungen können zudem schnelle und leistungsfähige GUI-Komponenten und andere Programm-Features bieten, die man auf Grund der Performance, des hohen Entwicklungsaufwandes, sowie aus Kompatibilitätsgründen bei Web-Anwendungen (noch) vergeblich sucht. Einzig mit einem Java Applet lässt sich derzeit nahezu alles das realisieren, was auch mit einer Java Applikation möglich ist.

 

Die von XDEV 2  erzeugten Java Applikationen sind automatisch auf allen Betriebssystem ausführbar, die Java unterstützen, insbesondere unter Windows, Linux, Mac OS-X und Sun Solaris. Unter allen anderen Systemen kann die erzeugte JAR-Datei ausgeführt werden. Speziell für Windows erzeugt XDEV 2  eine EXE-Datei, welche die eigentliche JAR-Programmdatei jedoch lediglich anstößt.

 

JAR-Dateien lassen sich allerdings nur dann ausführen, wenn eine Java Runtime Environment (JRE) ab Java Version 1.4 (Java 2), auf dem Rechner läuft. Da Sie vor allem unter Windows nicht davon ausgehen können, dass in jedem Fall auf dem Zielsystem eine JRE vorhanden ist, bietet Ihnen XDEV 2  die Möglichkeit, die JRE beim Kompilieren an Ihre Programmdateien anzubinden. XDEV 2  benutzt dabei immer die JRE des in XDEV 2  verwendeten Java Developer Kit (JDK), um die Kompatibilität zwischen Ihrer Anwendung und der JRE-Version zu gewährleisten.

 

Zugriffsrechte allgemein:

Applikationen haben maximale Zugriffsrechte auf das Dateisystem des lokalen Rechners, wenn diese nicht extra vom System eingeschränkt wurden.

 

Zugriff auf Datenbanken:

Der Zugriff auf Datenbanken erfolgt über eine spezielle XDEV-Datenbankschnittstelle, die auf den JDBC-Treiber der entsprechenden Datenbank aufsetzt. Wo sich die Datenbank befindet ist im Grunde egal. Eine Java Applikation kann sowohl auf eine lokal installierte Datenbank, als auch auf einen zentralen Datenbank-Server zugreifen.