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Einleitung |
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Das Datenmodell ist die Grundlage jeder Datenbank-Anwendung und beschreibt das Konzept wie die Daten, mit denen Ihre Anwendung umgehen wird, in der Datenbank abgespeichert werden. Ein mangelhaftes Datenmodell wird in der Praxis immer zu erheblichen Problemen führen , u.A. müssen Abfragen dadurch oft mit dem vielfachen Aufwand umständlich konstruiert werden, was zugleich eine völlig unnötige Fehlerquelle darstellt, die Wartung und Weiterentwicklung erschwert, mehr Entwicklungszeit erfordert und dadurch die Entwicklungs- und Wartungskosten in die Höhe treibt. Schlimmstenfalls kommt es zu falschen und inaktuellen Daten, was sogar den Einsatz der kompletten Anwendung in Frage stellen kann. Nebenbei werden auch die Datenbank-Zugriffszeiten deutlich schlechter, wodurch der Server unnötig belastet wird und zeitgleich deutlich weniger Anwender mit Daten versorgen kann. Um denselben Daten-Durchsatz zu erreichen, muss die Hardware und die Netz-Anbindung deutlich leistungsfähiger sein, was wiederum die Anschaffungs- und Betriebskosten des Systems erheblich erhöhen wird.
Ein Datenmodell ist vor allem dann problematisch, wenn es das vielfache Speichern identischer Daten zulässt (redundante Daten). Jede Daten-Änderung muss dann ebenso vielfach durchgeführt werden, wobei man sehr aufpassen muss, dass die Aktualisierung tatsächlich auch an allen notwendigen Stellen durchgeführt wird. Das Fehlerrisiko steigt dadurch dramatisch an. Sobald sich Fehler einschleichen, ergeben sich inaktuelle Datenbestände (inkonsistente Daten). Die Folge sind falsche Abfrage-Ergebnisse, deren Ursache man in der Praxis mit großem Aufwand ermitteln kann.
Es gibt also eine Menge triftiger Gründe, sich am Anfang eines Software-Projektes immer zuerst intensiv mit dem Datenmodell auseinander zu setzen. Vor allem als Datenbank-Einsteiger sollten Sie sehr viel Zeit in die Ausarbeitung eines stimmigen Datenmodells investieren. Erst wenn dieses steht, macht es Sinn mit der Entwicklung der eigentlichen Software-Anwendung zu beginnen.
Die Entwicklung des Datenmodells kann bei größeren Datenbank-Anwendungen ggf. sehr komplex werden und bedarf viel praktischer Erfahrung. Diese kurze Einführung kann weiterführende Lektüre und vor allem praktische Erfahrung nicht ersetzen, sondern soll Ihnen einen kurzen Überblick über das Prinzip verschaffen und den schnellen Einstieg ermöglichen.
Um das Datenmodell für Ihre Anwendung planen zu können, müssen Sie zuerst ganz genau wissen, welche Daten überhaupt in Ihrer Anwendung vorkommen werden. Das setzt voraus, dass möglichst alle Anforderungen an die Software bereits fest stehen.
Heutzutage arbeitet jede professionelle Business-Anwendung mit einer möglichst leistungsfähigen Datenbank zusammen. In den letzten Jahren haben sich dabei die relationalen Datenbanksysteme durchgesetzt. Die bekanntesten Hersteller relationaler Datenbanken sind u.a. Oracle, IBM, Microsoft und Sun Microsystems. Der Einsatz und Umgang mit einer relationalen Datenbank ist im Grunde nicht schwer, setzt jedoch einige wichtige theoretische Grundkenntnisse voraus, die Sie sich sehr schnell aneignen können. Darüber hinaus werden auch Datenbanken eingesetzt, die parallel zum relationalen Zugriff auch einen objektorientierten Zugriff erlauben. Hier wäre zum Beispiel der Hersteller InterSystems zu nennen. |